Umgang mit Corona

Was kann ich tun – für mich und die Gesellschaft?

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Fake News entgegentreten

In vielen Messengerdiensten und sozialen Medien kursieren falsche, übertriebene oder reißerische Meldungen. Es ist unser aller Aufgabe, der Verbreitung solcher Meldungen entgegenzutreten. Verbreitet daher nur Meldungen, die eine seriöse (!) Quelle angegeben haben und nicht reißerisch sind. Wenn ihr Nachrichten erhaltet, die ohne Quellenangabe daherkommen oder die Quelle nicht seriös erscheint, thematisiert dies und bittet darum, die Verbreitung solcher Meldungen zu unterlassen.

Empathie und Sachlichkeit statt Panik und Vorwürfe

Menschen sind verschieden und haben daher auch verschiedene Arten, mit unangenehmen Ereignissen oder Krisen umzugehen. Das ist in Ordnung. Natürlich sollten alle für den Ernst der Lage sensibilisiert sein – aber eben auch keine Panik verbreiten. Wenn ihr das Gefühl habt, andere verhalten sich in die eine oder andere Richtung nicht ganz angemessen: Sprecht ruhig mit ihnen, aber mit Augenmaß. Es geht nicht um’s Verdammen anderer Verhaltensweisen, sondern ruhige Sachlichkeit und Empathie.

Keine Hamsterkäufe

Hamsterkäufe erzeugen eine eigene Dynamik und schaden letztlich allen, auch wenn nur wenige Hamsterkäufe durchführen. Niemand braucht alleine 20 Packungen Klopapier aber eventuell brauchen 20 Menschen je eine Packung. Viele Menschen sind zudem auf günstige Produkte angewiesen – und haben ein Problem, wenn es nur noch teure Lebensmittel gibt. Daher gilt: Keine Hamsterkäufe, nirgends!

Ordentliche Hygiene

Regelmäßiges, ordentliches Händewaschen – insbesondere nach jedem physischen Kontakt mit anderen Menschen und/oder Gegenständen der Öffentlichkeit (nach dem Einkaufen, nach Benutzung des ÖPNV usw.) Kein Teilen von Besteck, Gläsern, Flaschen usw. Möglichst wenig in das eigene Gesicht fassen. Bezahlt nach Möglichkeit Kontaktlos und nehmt euren eigenen Einkaufskorb zum Einkaufen mit. Haltet die Nies- und Hustenregeln ein! Reinigt eure Handys.

Physische Distanz

Ein wesentlicher Hebel, um die die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen ist physische Distanz. Dabei geht es nicht nur um vermeintliche Risikogruppen! Jeder Mensch kann gleichermaßen als Verbreitungsmultiplikator für den Virus gelten. Daher sollten physische Kontakte so weit wie möglich eingeschränkt und verlagert werden. Keine Partys (auch nicht in der eigenen WG), keine Kneipenabende, Tanzveranstaltungen usw. Körperkontakt vermeiden – kein Händeschütteln, keine Umarmungen und Sicherheitsabstand von 2 Metern. Aber Achtung: Niemand soll vereinsamen. Nutzt einfach Chats, Anrufe, Videos usw. um in Kontakt zu bleiben!

Keine ärztlichen Einrichtungen blockieren

Auch wenn alle über den Corona-Virus und die Covid-19-Erkrankung reden: Eine Erkältung ist eine Erkältung und eine Grippe eine Grippe. Es gibt daher konkrete Handlungsempfehlungen: Der Notruf ist nach wie vor nur für akute Notrufe gedacht. Blockiert diese Nummern nicht! Informiert euch, über die verschiedenen Symptome von Grippe, Erkältung und Covid-19. Bleibt zu Hause, wenn die Angst besteht, selbst betroffen zu sein. Die eigene Arztpraxis sollte zunächst telefonisch angefragt werden.

Tickets nicht unbedingt zurückgeben

Wenn ihr Tickets für Kulturveranstaltungen (insbesondere kleiner) Kulturschaffender und Freiberufler*innen erworben habt, überlegt, ob es wirklich nötig ist, diese Tickets zurückzugeben oder zu stornieren – wenn ihr die Tickets ungenutzt verfallen lasst, kommt dies einer kleinen Spende gleich.

Unterstützt die Tafeln und andere Einrichtungen

Die Ausbreitung des Coronavirus wird auch für die Tafeln in Deutschland zur Herausforderung und führt zu immer mehr Tafel-Schließungen im ganzen Land. Um die 1,6 Millionen bedürftigen Tafel-Nutzerinnen und ‑Nutzer jetzt nicht alleine zu lassen, ruft die Organisation zu einer Welle der Solidarität auf. Hier geht’s zu Website der Tafel.

Es werden Blutspenden gebraucht!

Die Versorgungslage mit Blutpräparaten ist derzeit angespannt. Vor dem Hintergrund der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus kann sich die Versorgungslage in kürzester Zeit verschärfen. Deshalb appelliert bspw. das Deutsche Rote Kreuz, in den kommenden Tagen und Wochen die angebotenen Blutspendetermine wahrzunehmen und einen Beitrag zur Sicherung der Patientenversorgung auch in Zeiten des Coronavirus zu leisten. Natürlich soll nur spenden, wer gesund ist. Mehr Informationen bspw. hier beim Bayerischen Roten Kreuz.

Nervt nicht, seid nett und sagt Danke!

Viele Menschen im und außerhalb des Gesundheitswesens leisten tagtäglich viel und helfen uns allen. Das Betrifft auch die Beschäftigten im Einzelhandel, in der medizinischen Forschung, im Verkehrsbereich, bei der Polizei usw. usf. Macht diesen Menschen ihr Leben bitte nicht unnötig schwer, seid freundlich – und sagt auch mal »Danke!«.

Quelle