Liebe Alle,

Die Zustände spitzen sich zu, aber ist euch aufgefallen wie still es ist? Mir zu erst nicht, bis mich eine Freundin auf die fehlenden Flugzeuge hinwies, und jetzt höre ich die ganzen Vögel.

Die Themen die uns heute beschäftigt haben, und zu denen wir euch versuchen ein Input bereit zu stellen sind folgende:

  1. Was (nicht) tun im Falle einer Infektion
  2. Neues zur Homepage und auf der Cloud verfügbaren Materialien
  3. Psychische Gesundheit und Verhinderung von häuslicher Gewalt bei Isolation und Quarantäne
  4. Offene Petition zum Pausierender Miete während der Corona-Pandemie
  5. Leitfaden für (Solo-)Selbstständige, Künstler*innen und Gründer*innen
  6. Was tun mit der Zeit daheim…
  7. wir müssen Reden – Forderungen

1. Was (nicht) tun im Falle einer Infektion

Weil die Frage aufkam findet ihr anbei ein kurzer Flyer, zum Thema ‚was (nicht) tun im Verdachtsfall einer Infektion‘, mit dem Hinweis, dass es für die meisten von uns nicht möglich ist, Corona von einer Influenza zu unterscheiden. Außerdem nochmal der Verweis auf eine Handreichung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und ihre Hinweise im Falle einer Infektion im Haushalt. Dieser Beitrag ist bisher leider nur auf Englisch verfügbar. tinyurl.com/t5nenma

Anbei zur Ergänzung auch nochmal ein Link zu grundlegenden Sicherheitsvorkehrungen. Die meisten sind sicherlich den meisten geläufig, andere vergisst man vielleicht eher. tinyurl.com/v7kxkqm

Zum Thema Ansteckung mit Corona waren uns folgende Punkte nochmal wichtig zu benennen:

Eine Person, die heute negativ getestet werden würde, könnte in zwei Tagen schon positiv getestet werden. In Anbetracht der geringen Anzahl an Testsätze wird vielerorts der Test am Ende einer Quarantänezeit gemacht, also nach zwei Wochen. So ist zumindest absehbar, dass das Virus nicht mehr vorhanden ist. Im Falle des Verdachtes einer Infektion, lauft und fahrt bitte nicht zu euren Hausärzten oder ins Krankenhaus; damit gefährdet ihr euch und andere, denn im Wartezimmer ist die Wahrscheinlichkeit einer realen Infektion auf jeden Fall gegeben.

Besser: ruft den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) oder das Infotelefon des Bundesgesundheitsministeriums zum Coronavirus (030) 346465100 an.

Wir arbeiten gerade an einem kompakten Infoblatt für euch, brauchen dafür aber noch den morgigen Tag.

2. Neues zur Homepage und auf der Cloud verfügbaren Materialien

Mittlerweile ist der Inhalt der Website in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Polnisch und Russisch übersetzt und online. Der Leitfaden zum sicheren Helfen liegt in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Kurdisch, Russisch und ich leichter Sprache vor.

Wir hoffen, das da in nächster Zeit noch mehr aus der Sprach-AG kommt, die sich selbstorganisiert gegründet hat. Die Telegram Gruppe ist unter t.me/joinchat/PBdBF04SGPdx8EdzCnxHjA zu finden.

Außerdem haben wir in der Cloud Übersetzungen (Englisch) der Beiträge ‚Arbeitnehmer*innenrechte und Corona-Pandemie‘ und ‚Ausländerrechtliche Fragen zum Coronavirus‘ cloud.systemli.org/s/7ApsRwdk2F5Lrak?path=%2FEnglish hochgeladen.

3. Psychische Gesundheit und Verhinderung von häuslicher Gewalt bei Isolation und Quarantäne Der Berufsverband Österreichischer

PsychologInnen (BÖP) hat ein Informationsblatt erstellt, das zeigt, wie man mit Hilfe der Psychologie die Quarantäne und häusliche Isolation trotz Einschränkungen gut überstehen kann. In fünf Kategorien werden unter anderem praktische Tipps für den Umgang mit überbordenden Ängsten und Sorgen gegeben und erklärt, welche Maßnahmen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen empfehlenswert sind und wie man mit aufkommenden Konflikten und/oder Gewalt umgehen sollte: tinyurl.com/u5fsygv

Es ist -auch mit diesen Maßnahmen- keine Schande sich bei Überforderung und Sorge Hilfe zu holen, sich an Frauen*häuser (069 43054766), den Frauen*notruf (069 709494) zu wenden und/oder das sog. Kindertelefon (116111) zu nutzen.

4. Eine offene Petition zum Pausierender Miete während der Corona-Pandemie

Aus dem Aufruf: „Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus bedeutet unabsehbare Folgen für die hoch vernetzte, arbeitsteilige Realwirtschaft und damit auch für den Alltag aller Menschen. Alle Menschen sind auf die Versorgung mit Nahrung und Wohnraum gleichermaßen angewiesen.

Wir fordern daher, die Mieten und Kredite für Wohnraum ab sofort bis zum Ende der Corona-Krise allgemein auszusetzen. Durch diesen Schritt kann vielen Menschen sofort eine der größten Sorgen genommen werden, wenn sie sicher sind, dass sie ihre Wohnung nicht wegen der Krise verlieren.“ tinyurl.com/wdvoshd

5. Leitfaden für (Solo-)Selbstständige, Künstler*innen und Gründer*innen

Wir wurden auf einen empfehlenswerten Leitfaden vom Heimathafen in Wiesbaden hingewiesen. Dieser beinhaltet wichtige Informationen und wertvolle Tipps für Selbstständige, deren Existenz durch diese Krise akut bedroht wird. Der Leitfaden beinhaltet auch Dokumente zum download und Ansprechpartner*innen von verschiedenen Institutionen. Das Dokument wird fortlaufend aktualisiert. Bei Fragen und Unterstützungsbedarf kann man sich gerne an @cybula wenden. bit.ly/corona-reader

6. Was tun mit der Zeit daheim…

Viele von uns werden in nächster Zeit viel Zeit zuhause verbringen müssen… Da auch das Internet irgendwann langweilig wird, wollten wir mit euch sammeln (und eventuell gemeinsam organisieren), wie eine Stadtgemeinschaft auch während dieser „Quarantänezeit“ Zeit miteinander verbringen kann, wie Menschen die alleine Leben nicht in komplette Isolation gedrängt werden, und wie man trotzdem ab und zu mal ein neues Gesicht kennenlernt. Unsere Ideen reichten von Videochat Kneipen über Fensterkonzerte über digitale Spielrunden und Straßenbezogene “Flüster“/Schreipost und Telefongespräche mit bis dato unbekannten. Vielleicht habt ihr auch noch ein paar Ideen, lasst sie uns via E-Mail (siehe Gruppenbeschreibung) teilhaben, wir würden versuchen sie zu sammeln und euch dann als Ideenboard zu präsentieren.

7. Wir müssen Reden – politische Forderungen

Diese Pandemie hat vielen von uns vor Augen geführt wie eng verknüpft viele gesellschaftliche Missstände sind. Wir wollen diese nicht gegeneinander ausspielen, denn wenn Dinge so eng verzahnt sind, dann können wir sie auch nur gemeinschaftlich lösen. Die Delegierten der Stadtteilgruppen haben daher nach Rückkoppelung und Diskussionen folgende politische Forderungen an Stadt und Regierung gestellt. tinyurl.com/t3qykxf

Gibt es noch Themen und Fragen, bei denen ihr euch Support oder Unterstützung unsererseits wünscht? Ideen und Anregungen? Schreibt uns eine E-Mail (Gruppenbeschreibung).

Und, wir wollen zumindest diese positive Nachricht nicht untergehen lassen: Noch haben wir eine echte Chance die Kurve zu kippen. Das hierfür die Beschneidung von Grundrechten stattfindet, sollten wir als Zivilgesellschaft kritisch begleiten, auch sollten wir Lehren aus dieser Pandemie ziehen: So wie es gerade mit der physischen und psychischen Gesundheit von Menschen umgegangen wird, ist es alles andere als richtig. Wir dürfen aber auch stolz auf uns sein und so viele Menschen, die in dieser Zeit ein solidarisches miteinander für erstrebenswerter halten als ein ‚jede*r für sich‘… Vielleicht sollten wir einfach mal alle füreinander applaudieren!

Bis Morgen